Hallo!
Das bin ich, Christian Giegerich. Geboren 1976 (was sich im Moment mit 35 Jahren bei mir wiederspiegelt). Vielleicht einmal eine kurze Vorstellung wer ich bin, was ich mache und warum ich es so mache, wie ich es mache.
Ich bin heute Werber. Und das sag ich trotz und gerade wegen gewisser Umfragewerte was die Beliebtheit dieser Berufsgruppe betrifft. Aber ich war nicht immer Werber. Ich war auch schon:
- Kellner
- Verlagskaufmann
- IT-Supporter
- Netzwerk-Administrator
- Freier Webdesginer (im Studium)
Kurz: Ich hab schon ein paar Sachen davor gemacht. Alles irgendwo mit Herz bei der Sache, aber immer ruhelos. Bei mir war das immer so eine Sache. Ich konnte und wollte vielleicht auch nicht auf der Stelle bleiben, weil ich immer wieder etwas Neues da draussen entdeckt habe, was ich unbedingt kennenlernen mußte.
Das ich heute in der (Online-)Werbung tummle liegt wohl in zwei Punkten begründet:
- Mein Vater hat mich mit 6 Jahren das erste Mal an einen Computer gesetzt (Sinclair ZX81), daher meine Begeisterung für die Technik
- In meiner Zeit in der IT bin ich das erste Mal mit HTML in Kontakt gekommen und hab angefangen meine erste Webseite zu basteln (ok, Intranetseite…soviel Zeit muss sein)
Diese Kombination und die Tatsache, dass mein Job damals wegrationalisiert worden ist war, wenn man es heute betrachtet, eine sehr glückliche Kombination. Auf der Strasse zu stehen als nicht gelernter IT-ler in einer Zeit, wo diplomierte Informatiker in Massen auf der Strasse standen hat mich dazu gebracht “kreativ” zu werden. Um die Lücke in meinem Lebenslauf so minimal wie möglich zu halten, und weil ich durch glückliche Fügung den Chef eines kleinen Design-Büros kennengelernt habe, konnte ich bei ihm ein Praktikum im Bereich Media-Design machen. Dort hab ich neben dem zeichnen von Kaffeekannen und einer Tonne asiatischer Lebensweisheiten (die ich bis heute in mir rum trage) das erste Mal Kontakt zum Medium Online-Design aufgenommen.
Danach konnte ich über Empfehlung dann in eine Offline-Agentur wechseln, wo ich einen echt genialen Lehrmeister im Bereich Offline kennenlernen durfte. Seine Erfahrung und sein Auge für das Detail waren wahnsinn und gleichzeitig machten sie mich wahnsinnig…er konnte falsche Zeilenabstände mit dem bloßen Auge erkennen, wo ich immer mit dem Typometer angerückt kam. Über Ulli und seine Agentur habe ich auch den Architekten Rüdiger Ruby mal kennenlernen können, dessen Häuser mich inspiriert und fasziniert haben. Die einfachen, klaren aber auch harten Linien und das puristische sind Inspiration für mich ebenfalls bis heute. Gerade in einer Welt, wo alles nur noch laut, schrill und bunt ist, sind das “Einfache” und “Direkte” wesentlich wieder ins Zentrum gerückt und haben an Bedeutung gewonnen.
Und dann wäre da noch das Internet ansich. Ehrlich gesagt, kann ich mich nur schwer an die die zeit “davor” erinnern. Internet ist inzwischen mein “Haupt-Spielplatz” geworden. Über das Internet läuft heute knapp 80% meiner Kommunikation und hier hole ich mir einen Großteil meiner Inspiration. Wo sonst könnte man auf soviel Vielfalt & Wissen treffen als dort. Meine Diplomarbeit hätte ich ohne das Internet wohl kaum schreiben können. Und auch wie das Internet die Menschen verändert hat und immer weiter verändert fasziniert mich immer wieder auf´s Neue. Hypes kommen und gehen…Trends kommen und gehen…das Netz bleibt nicht stehen…es entwickelt sich immer weiter. Das zu beobachten, seine Schlüsse daraus zu ziehen und selbst in diesem Gewusel mit zu machen…ja, ich muss sagen: Das hat was & und letztendlich ist das widerrum der Antrieb für mich in meinem Beruf als Werber.
Und so schliesst sich der Kreis.